Hans Eichel

Bundesminster a.D., Berater

„Das Vereinte Europa ist unsere Zukunft. Nicht irgendwann, sondern jetzt!“

Biografie von Hans Eichel

Hans Eichel ist ein deutscher Politiker, der mit 33 Jahren jüngster hauptamtlicher Oberbürgermeister einer Großstadt, seiner Heimatstadt Kassel, wurde und 2000 als Bundesminister der Finanzen Deutschland eine umfassende Steuerreform verordnete.

Nach seinem Studium der Germanistik, Geschichte, Soziologie und Philosophie in Marburg und Berlin begann Eichel seine Laufbahn als Gymnasiallehrer. Schon während seines Studiums engagierte er sich politisch für die SPD, der er 1964 beitrat. Elf Jahre später wählte man ihn zum Oberbürgermeister von Kassel, wo er sich intensiv für die Bildung der Jugend, die Gleichstellung der Frauen und die Integration von Ausländern einsetzte – zunächst regional und später in ganz Hessen. Unter Eichels Führung wurden der Kasseler Magistrat und später die Hessische Landesregierung erstmals paritätisch besetzt – ein wegweisender Schritt.

Seine Politik war stark ökologisch geprägt und führte ihn 1981 zu einer Zusammenarbeit mit den GRÜNEN – der ersten in einer deutschen Großstadt. 1991 wurde Hans Eichel im Landtag in Wiesbaden mit einer rot-grünen Mehrheit zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt und 1995 in seinem Amt bestätigt.

Unter Gerhard Schröder trat er 1999 die Nachfolge Oskar Lafontaines als deutscher Bundesfinanzminister an. Seine Amtszeit war von seiner umfassenden Steuerreform geprägt.

Auch auf europäischer und internationaler Bühne war Hans Eichel sehr aktiv: So initiierte er als Finanzminister die G20 als Dialogforum der Finanzminister und Notenbankgouverneure der zwanzig größten Industrie- und Schwellenländer. Mit dem Regierungswechsel im Jahr 2005 schied Eichel aus der Bundesregierung aus, blieb aber noch vier Jahre Mitglied des Bundestages.

Von 2009 bis 2011 leitete er den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing. Aktuell ist Hans Eichel Aufsichtsratsmitglied der WMP Eurocom und engagiert sich im Arbeitskreis Nachhaltige Strukturpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Neben seiner politischen Laufbahn ist auch Eichels kulturelles Engagement, besonders für die Kunstausstellung documenta, hervorzuheben. Im Alter von 13 Jahren besuchte er die erste documenta alle Zeiten, seitdem hat er keine Ausgabe verpasst. Über 20 Jahre lang machte er sich im Aufsichtsrat der documenta verdient, und noch heute bietet er mit großer persönlicher Begeisterung ehrenamtlich Führungen innerhalb der Ausstellung an.

Themen von Hans Eichel

  • Finanzen
  • Wirtschaft
  • Währungsstabilität
  • Steuerpolitik
  • Nachhaltigkeit
  • Deutschland- und Europapolitik

 

Die Sprachen

Bilder und Videos von Hans Eichel