Prof. Dr. Wulf Lapins

Berater, Politikwissenschaftler

„Reisen ins Ausland schafft Erlebnisse – Leben in anderen Ländern generiert Erfahrungen“

Biografie von Prof. Dr. Wulf Lapins

Prof. Dr. Wulf Lapins kann zweifelsohne als renommierter Experte der Außen- und Sicherheitspolitik sowie für die Länderprofile des mittel- und osteuropäischen Raums bezeichnet werden. Seit knapp 30 Jahren ist er für die Friedrich-Ebert-Stiftung tätig. Diese bietet als international aufgestellter Think Tank weltweit Impulse für eine Politik der Sozialen Demokratie und ist damit eine etablierte Partnerin der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik. Derzeit leitet Professor Lapins das Vertretungsbüro im Kosovo und unterstützt Regierungs- und Partnerorganisationen bei der Entwicklung demokratischer Strukturen.

Lapins studierte Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Politische Erwachsenenbildung. Nach seinem Diplom folgte ein zweites Studium der Politikwissenschaften, Geschichte und pädagogischen Psychologie in Bonn. Vier Jahre hatte er eine Lehrstuhlvertretung für internationale Politik und Konfliktforschung an der Universität der Bundeswehr in München inne.

1986 wechselte Lapins zur Friedrich-Ebert-Stiftung. Zunächst arbeitete er hier als wissenschaftlicher Referent für Außen- und Sicherheitspolitikforschung. Im Jahr 1993 übernahm er die Leitung des neuen Vertretungsbüros der Stiftung in Estland. Er bot fundierte Politikberatung für Aufbauprozesse von marktwirtschaftlichen Strukturen und half bei der Konzeption, Koordination und Durchführung entsprechender Maßnahmen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebenen. Von Tallinn zog er weiter nach Warschau, wo er schließlich Stiftungsbüros in zehn Länder mit aufbaute und diese betreute: Litauen, Lettland, Belarus, Ukraine, Armenien, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan.

In Riga koordinierte er von 2000 bis 2004 die außen- und gesellschaftspolitische Beratung in den drei baltischen Ländern und unterstützte damit deren Beitritt in die NATO und die Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Nach knapp dreijährigem Aufenthalt in der Berliner Zentrale der Stiftung führte es ihn 2007 zurück nach Usbekistan in Zentralasien, von wo aus er auch die Projektsteuerung in Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan mit den jeweiligen Büros durchführte.

Seit April 2012 leitet Wulf Lapins das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kosovo. Mit seinem Team berät er das Parlament und die Regierung in Fragen der Annäherung an die Europäische Union und fördert Führungskräfte im politischen und sozialen Bereich sowie Journalisten, Akademiker und Gewerkschaften. Auch die Unterstützung verschiedener Dialogformen zum Abbau ethischer Spannungen und zur Förderung eines multi-ethnischen Zusammenlebens gehören zu den Aufgaben der Stiftung.

Prof. Dr. Wulf Lapins gilt als exzellenter Analytiker. Seine fundierten Kenntnissen in der Außen- und Sicherheitspolitik werden gepaart mit langjährigen gesellschafts- und entwicklungspolitischen Erfahrungen. Durch seine interkulturelle Expertise hat er sich zu einem geschätzten Ansprechpartner in der Außenpolitik entwickelt, der mit diplomatischem Verhandlungsgeschick und Kommunikationskompetenz zum Aufbau demokratischer Strukturen in Mittel- und Osteuropa beiträgt.

Themen von Prof. Dr. Wulf Lapins

  • Deutsche und europäische Außenpolitik und internationale Sicherheitspolitik, Konfliktprävention, Konfliktbearbeitung und Demokratieförderung
  • Förderung entwicklungspolitischer Prozesse in Transformationsländern
  • Militärisches Denken und Handeln in BRD und DDR im Kalten Krieg
  • Politisch-diplomatischer Umgang mit Partnern in schwierigen Ländern

Die Sprachen

Referenzen/Reden

Ausgewählte Aufsätze

  • „Perzeptionen, Prämissen, Präferenzen und Prioritäten der Internationalen Sicherheitspolitik im Wandel der Zeit zwischen Ende des Ost-West-Konflikts und dem 9/11“ in: Die Auswirkung von 9/11 auf die internationale Sicherheitspolitik und die Rückwirkung auf Zentralasien (Hg. Wulf Lapins, Almaty /Kasachstan 2011)
  • „Afghanistan-Zentralasien: Kritische Bestandsaufnahmw und potenzielle Ausblicke“ in: Sicherheit und Stabilität in Zentralasien nach dem Abzug von ISAF 2014 aus Afghanistan (Hg. Wulf Lapins, Duschanbe/Tadschikistan 2011)
  • „ISAF zieht ab – der Kampf in Afghanistan geht weiter“ in: Österreichische Militärische Zeitschrift 2/2012
  • „Deutschlands langer Weg vom Sicherheitskonsumenten zum Sicherheitspolitik mitgestaltenden Produzenten“ in: Österreichische Militärische Zeitschrift 3/2014
  • „Der serbisch-kosovarische Konflikt: Wandel durch Annäherung?“ in: Österreichische Militärische Zeitschrift 6/2014
  • „Wir steigen nicht wieder in den selben Fluss. Eine neue europäische Ostpolitik muss realistische Russlandpolitik sein“ in: Österreichische Militärische Zeitschrift 5+6/2015

Mitgliedschaften/Aktivitäten

  • Mitglied des Arbeitskreises Internationale Sicherheitspolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Assoziiertes Mitglied des Berlin Centre for Caspian Region Studies der Freien Universität Berlin
  • Peer-Review-Gutachter der Österreichischen Militärischen Zeitschrift
  • Zweitgutachter zur Beurteilung von politikwissenschaftlichen Masterarbeiten und Dissertationen